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OPEC+ enttäuscht Erwartungen: Öl- und Heizölpreise klettern weiter

Der Rohölpreis an den internationalen Börsen kann sich über 80 Dollar je Barrel etablieren. Brent (Nordseeöl) kostet am Dienstagvormittag 81,60 Dollar je Barrel, was dem höchsten Stand seit knapp drei Jahren entspricht. Die Heizölpreise ziehen umgehend nach und markieren ebenfalls das höchste Niveau seit November 2018. Der Inlandsmarkt in Deutschland und Österreich zeigt mit einem überproportionalen Preisanstieg von bis zu 1,6 Cent je Liter Heizöl zudem erste Anzeichen einer Überhitzung. In der Schweiz fällt die Teuerung mit 0,05 Rappen im Vergleich zum Vortag dagegen äußerst moderat aus.

Die OPEC+ erhöht ihre Fördermengen. Was sich zunächst nach einer Steilvorlage für fallende Ölpreise anhört, sorgte gestern am Markt für Enttäuschung und nochmals anziehende Notierungen. Das Zweckbündnis aus OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten (u,a. Russland) hält an der geplanten 400.000 Barrel pro Tag in monatlichen Schritten fest. Begehrlichkeiten nach einer größeren und rascheren Fördermengenausweitung, die durch die hohe Nachfrage und das erreichte Drei-Jahres-Hoch beim Ölpreis entstanden sind, wurde eine Absage erteilt.

Der heimische Heizölmarkt nimm weiter Fahrt auf und die Kaufaktivität der Kunden reißt nicht ab. Die Nachfrage nach Heizöl ist trotz des steilen Preisanstiegs seit Wochen anhaltend stark und erreichte gestern den höchsten Wert des laufenden Jahres. Der saisonale Effekt der beginnenden Heizperiode trifft auf die medial befeuerte Teuerungsangst und sorgt für eine Kaufwelle.

Festzustellen ist: Die Ölpreise ziehen aufgrund der steigenden weltweiten Nachfrage ausgangs der Corona-Pandemie weiter an und das Angebot wächst aktuell nur unzureichend mit. Die OPEC+ mauert und erfreut sich an den steigenden Einnahmen und in den USA braucht es Zeit, bis sich die privatwirtschaftlich organisierte Frackingindustrie vom Ölpreisschock 2020 erholt hat. Es ist kaum ein Jahr her, da war Rohöl Ladenhüter und der Preis im Keller. Nach den Preisturbulenzen des Frühjahrs stürzte der Preis für ein Barrel Brent Ende Oktober noch einmal auf 37 Dollar, ehe die OPEC drastisch und nachhaltig intervenierte. Der Ölpreis ist binnen Jahresfrist um 120 Prozent gestiegen. Eine Situation wie bei den Gaspreisen, die sich auf Basis der europäischen Großhandelsnotierung (TTF) im selben Zeitraum um rund 800 Prozent erhöht hat, ist glücklicher Weise nicht absehbar. Entsprechend dürfte der kommende Winter besonders für Besitzer von Gasheizungen teuer werden, wenn das Preisniveau nicht rasch fällt und Versorger ihre Endkundentarife an die gestiegenen Wiederbeschaffungskosten anpassen.

Heizölkunden, die bisher noch nicht zur Bestellung geschritten sind, sollten den Markt engmaschig beobachten, ob die Preise weiter steigen, dann ist auch eine Order auf dem jetzigen Niveau sinnvoll. Wer dringend Heizöl benötigt, mittelfristig aber mit fallenden Preisen rechnet, der kann sich mit einer Teilmenge behelfen. Da im Literpreis die Kosten für die Anlieferung enthalten sind, gilt hierbei die Faustregel, dass ab 1.500 Liter Abnahme ein günstiges Preis-Mengen-Verhältnis herrscht. Zu beachten ist außerdem: Der Preis vom Tag der Bestellung ist bindend und gilt bis zur Lieferung, egal ob der Heizölpreis während der Lieferfrist fällt oder steigt. – ok

HeizOel24-Tipp: Ratenkauf, Lastschrift, Rechnung oder doch lieber Bar oder mit EC-Karte am Tankwagen? Wählen Sie bei der Bestellung Ihre bevorzugte Bezahlart. In jedem Fall erhalten Sie eine litergenaue Abrechnung und bezahlen exakt die getankte Menge. HeizOel24. 05.10.2021

Börsendaten:
 

Dienstag
05.10.2021 – 13:17 Uhr

Schluss Vortag
04.10.2021

Veränderung
zum Vortag

Rohöl

Brent Crude

82,21 $

pro Barrel

81,30 $

pro Barrel

+1,12%

Gasöl

711,75 $

pro Tonne

698,25 $

pro Tonne

+1,93%

Euro/Dollar

1,1597 $

1,1619 $

-0,19%

(konstant)

USD/CHF

0,9266 CHF

0,9237 CHF

+0,31%

(etwas fester)

Deutschland

83,10 €

80,88 €

+2,73%

Österreich

83,43 €

81,27 €

+2,66%

Schweiz

96,78 CHF

95,65 CHF

+1,18%

4-Wochen-Prognose
Rohöl


leicht steigend

Heizöl


leicht steigend

alle Angaben ohne Gewähr

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